GIGI D'AGOSTINO

GIGI D'AGOSTINO

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Luigino Di Agostino, Gigi genannt und auch bekannt unter den Fans als Gigi Dag, wurde am Sonntag, den 17. Dezember 1967 in Turin geboren. Gigis Eltern Rosa und Nicola Di... read more
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Biography

Luigino Di Agostino, Gigi genannt und auch bekannt unter den Fans als Gigi Dag, wurde am Sonntag, den 17. Dezember 1967 in Turin geboren.

Gigis Eltern Rosa und Nicola Di Agostino kamen aus der Provinz Salerno/Campanien auf der Suche nach Arbeit in den Norden. Als Kind verbringt Gigi aber immer ein paar Monate im Jahr bei seinen Großeltern in Prignano Cilento, welches an der Cilento Steilküste (Weltkulturerbe) liegt. Dieses prägt ihn sehr, daher finden sich in seiner Musik viele “folkloristische, orientalische” Elemente dieser Gegend wieder. In der Schule, so sagt er, habe er es wegen seines schlechten Verhaltens nur bis in die erste Klasse der Oberschule geschafft; außerdem hatte er nichts schulisches, sondern ganz andere Sachen im Kopf. Als er die Schule verlässt, versucht er sich als Maurer und auch Elektriker. Aber dennoch schreibt er sich in einen Kurs für Elektronik ein und belegt einen Break-Dance-Kurs.

Sein erstes gekauftes Album, so erinnert er sich, war 1979 von Bob Marley. Seine Idole waren aber auch ABBA (es war zu lesen, er habe zu deren Musik heimlich vor dem Spiegel getanzt). Am Anfang hatte er noch keinen Plattenspieler, er nimmt Musik aus dem Radio auf Kassette auf und versucht die Stimmen der Sprecher rauszuschneiden. So entstehen seine ersten “Compilations” und Mixe.

Zu Hause bastelt er weiter mit dem Radio herum und schließt einen Plattenspieler an. Er schafft es bald mit der Balance links die Kassette wiederzugeben und mit der Balance rechts die Platte. O-Ton Gigi: “Ich verbrachte Stunden in meinem Zimmer und versuchte zu mixen, während meine Mutter sich ärgerte, weil ich ihr das Radio weggenommen hatte”! Gigis Vorliebe ist es, Lieder langsam zu spielen, weshalb er seinen Plattenspieler und seinen Kassettenrecorder umbaut, um die Geschwindigkeit anpassen zu können.

Seine Freunde führen ihn schließlich in den Stil “Afro” ein, eine elektrische, funky Bewegung mit brasilianisch-afrikanischen Elementen. In Turin gab es das “Biggie”, ein Underground Lokal, dort geht Gigi öfters hin, um diese Musik zu hören. Gegen den Willen der Eltern kommt er immer später nach Hause. Seine öffentlichen musikalischen Anfänge macht er als “Lay-DJ”, die Person neben dem DJ, die die Lichter manövriert.

1986 bekommt Gigi zum ersten Mal die Gelegenheit, seine Fähigkeiten als DJ zu beweisen. Im Turiner Lokal “Le Priveè” gibt ihm der DJ die Möglichkeit, einige Platten aufzulegen. Allerdings beginnt dieser Einstand mit einem Desaster, in kurzer Zeit hat Gigi mit seinem langsamen Stil die gesamte Tanzfläche, ja sogar den gesamten Parkplatz, wie er schreibt, leergefegt. Mit Liedern wie Liasions Dangereuses oder Sex Machine und vielen Liedern aus dem Electro- und Funk-Genre versucht er, eine Atmosphäre zu, schaffen, in der er sich komplett wohlfühlt. Doch das ist sein Fehler, er muss lernen, auf die Bedürfnisse und Wünsche des Publikums einzugehen, statt nur für sich selbst zu spielen. Andere DJs machen sich über seinen Stil lächerlich, deshalb beginnt er, bekanntere Lieder in seine Sets einzuflechten, die aber trotzdem in sein Konzept passen.

1987 kommt Gigi zum Militär, ein Monat in Asti, danach nach Turin.

Nach der Militärzeit bekomt er einen Job im kleinen Lokal “New Young”, wo er die Abende ganz für sich hat. Es wird ihm klar, dass er nicht für sich, sondern für sich UND das Publikum spielen muss. So gelingt es ihm, jeden Abend zu etwas Besonderem zu machen.

Gigi schlägt sich weiterhin mit verschiedenen Jobs durch, an die er sich heute lieber nicht mehr erinnern will. Die Eltern fragen: “Wann wirst du endlich eine vernünftige Arbeit finden?”

1990 denkt er sich, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Es ist kurz vor Weihnachten, Gigi verkauft Krawatten auf einer Turiner Messe, es ist sein Geburtstag, er mietet ein Lokal und lädt jede Menge Leute ein. Den musikalischen Teil des Abends gestaltet er selbst, die Leute tanzen und tanzen. Auch der Wirt ist begeistert und fragt, ob er wiederkommen werde.

Mit der Zeit organisiert sich Gigi ein paar Leute und geht von Festchen zu Festchen, bis er 1992 im großen Turiner Club “Ultimo Impero” (“Letztes Reich”) landet. Es sollte eine One-Night der elektronischen Musik sein, doch es verwandelt sich in ein wanderndes Fest, welches rauf und runter in ganz Italien zieht. Gigi wird dadurch Resident DJ im Ultimo Impero.

Schließlich beschließt er selbst zu produzieren, weil seine Musik das Publikum anspricht und dieses sich emotional bewegt zeigt. “Ich träume davon, irgendwann alles auszudrücken, was ich in der Musik erlebe, wobei ich stets mehr und größere Emotionen entdecke.

Ich möchte den Jüngeren die Chance geben, zu entdecken, was die Musik zeigen will.”

Im Jahr 1992 beginnt Gigi mit seinen ersten Werken, den Remixen von “Wendy Garcia – Sexo Sexo” und “Rave Tirolers feat. Adolfo Gruber – Uipy”, welche beide noch unter dem Pseudonym “Noise Maker” veröffentlicht werden. 1993 gründet er mit Sergio Datta und Maurizio de Stefano das Projekt “Voyager”. Sie veröffentlichen die Singles “Hypnotribe”, “Baseball Furies” und Ende 1994 schließlich “City Of Night”. Das Projekt besteht noch bis 1996, aber ab 1994 ohne Gigi.

1994 kommt seine erste Single: “The Mind’s Journey”. Außerdem beginnt Gigi die Zusammenarbeit mit Daniele Gas. Zusammen produzieren sie die Platten “Experiments Vol. 1”, “Creative Nature Vol. 1”, “Creative Nature Vol. 1 (Remix)” und “Creative Nature Vol. 2”.

Im selben Jahr steuert Gigi Remixe zu “Planet Groove – Dirty Work” und “Harmony – No War” bei.

1995 landet Gigi im Media Records Team von Gianfranco Bortolotti und geht mit Mauro Picotto nach England. Dort verbessert er seine Kenntnisse im Keybord und Synthesizer spielen und entwickelt seinen musikalischen Horizont weiter; zusammen mit Mauro legt er in vielen englischen Clubs auf. Irgendwann in seiner “Aufbauphase” eröffnet er auch noch einen Plattenladen. “Ich dachte so könnte ich doch besser an all die Platten kommen, die ich brauchte.” Aber dem ist dann doch nicht so, es läuft nicht so gut; Gigi muss den Laden wieder schließen. “Manche Dinge hätte ich mir ersparen können.”

Es werden u.a. die EP "Melody Voyager und die Single “Angel’s Symphony” in Zusammenarbeit mit Mauro Picotto veröffentlicht. Außerdem folgen die Compilation “A Journey Into Space”, “Le Voyage ’96” und “Le Voyage Estate”.

Schließlich bringt Gigi sein erstes Album namens “Gigi D’Agostino” heraus, welches 19 Titel enthält.

1997 kommt die EP “Greatest Hits”, obwohl Gigi erst am Anfang seiner Karriere steht. Er entwickelte seinen Stil weiter, was auf der EP “Gin Lemon” zum Tragen kommt. Hier verwendet Gigi zum ersten Mal Gesang bei seinen Musikstücken.

Im selben Jahr produziert Gigi auch wieder einige Remixe: “Sharada House Gang – Gypsy Boy”, “Niccolò Fabi – Il Giardiniere”, “RAF by Picotto – In 2 My Life” und “Divine Works – Ancient Person Of My Heart”.

Ein Jahr später beginnt Gigi seine Zusammenarbeit mit Paolo Sandrini als Sänger. So werden 1998 die Singles “Elisir” und “Cuba Libre” veröffentlicht.

1999 hat Gigi Erfolg mit der von ihm gemixten “Eurodance Compilation”, welche einige seiner unveröffentlichten Titel enthält. Im Lauf des Jahres wird außerdem die Single “Bla Bla Bla” veröffentlicht, eine von Gigis größten Erfolgen. Auf dieser Single ist der Titel “Voyage” zu finden, welcher als einer der ersten des neuen Stils “Lento Violento” angesehen wird. Im selben Jahr kommt auch die EP “Tanzen” und die Single “The Riddle”.

Ende 1999 bringt Gigi sein neues Album “L’Amour Toujours” heraus mit dem er seinen Bekanntheitsgrad enorm steigern kann. Er wird bester DJ-Producer des Jahres und gewinnt in Österreich den “Amadeus Austrian Music Award”.

Nach LT kommen die beiden Compilations “Tecno Fes” und “Tecno Fes Vol. 2”, außerdem zusammen mit dem italienischen Radiomoderator und DJ Albertino die Single “Super” im Oktober 2000. Damit gewinnt Gigi zwei Preise: den italienischen Musikpreis “Best Dance Producer” und den “Public Award Danish DJ” in Kopenhagen. Die neue EP heißt “L’Amour Toujours” und enthält zwei neue Versionen vom gleichnamigen Lied, sowie eine neue Version von “Un Giorno Credi”.

Im Dezember 2001 wird die Compilation “Il Grande Viaggio Vol. 1” veröffentlicht, welche einge von Gigis Lieblings-Liedern enthält, sowie ein paar unveröffentlichte eigene Kreationen. Gigi nimmt auch am Donauinselfest teil, wo 70000 Menschen auf seinen Auftritt warten.

Nach diesen Erfolgen wird es aus persönlichen Gründen zwei Jahre lang ruhig um Gigi; er steuert lediglich mit jeweils einem Remix zu den Singles “Put On Your Red Shoes” von Ago und “Objection (Tango)” von Shakira bei. Hier wird eine deutliche Richtung in Gigis Stil erkennbar. Die Remixe aus dieser Zeit sind alle sehr düster und fallen in die Kategorie “Gigidagostinopsicoremix”. Auch seine Live-Sets sind von diesem Stil geprägt.

2003 bekommt Gigi seine erste Radiosendung beim italienischen Sender RIN (Radio Italia Network), wo er durch die Sendung “Il Programmino di Gigi D’Agostino” führt. Diese ist zu Beginn ein 45-minütiger Teil der Sendung “Los Quarenta” und wird später auf eine zweistündige, eigenständige Sendung ausgeweitet. Es folgt die der Radiosendung gleichnamige Compilation, sowie im November 2003 die “Underconstruction 1: Silence EP”.

“Il Programmino” läuft bis zum Frühjahr 2004; in diesem Jahr bringt Gigi auch einige seiner größten Erfolge heraus, darunter den zweiten Teil der “At Altromondo Compilation”, die “Laboratrio 1”, welche den Auftakt zu einer neuen Reihe von Compilations macht und natürlich das lange erwartete Album “L’Amour Toujours II”. In Österreich kommt Gigi damit auf Platz 6 der Album-Charts, in Deutschland reicht es immerhin für Platz 65. Auch die Single-Auskopplungen “Silence” und “Gigi’s Goodnight” sind in Österreich erfolgreicher als in Deutschland.

Nach den zwei letzten Singles “Wellfare” und “I Wonder Why” im Jahr 2005 und den Compilations “Laboratorio 2” und “Laboratorio 3” bekommt Gigi im September erneut eine eigene Radiosendung, diesesmal auf dem italienischen Sender m2o: “Il Cammino di Gigi D’Agostino”. Mehr dazu gibt es hier.

Der “Lento Violento”-Stil hat sich zu dieser Zeit schon sehr weiterentwickelt, es gibt verschiedene Projekte u.a. zusammen mit Luca Noise, Federico Romanzi oder DJ Pandolfi. Der Höhepunkt in dieser Schaffensperiode kommt 2006 mit der Compilation “some eXperiments”, auf der Gigi seinen Stil erweitert und – wie der Titel bereits sagt – neue Experimente wagt.

Auch die folgenden Compilations stehen ganz im Zeichen des Lento Violento, sogar eine Projekt-Compilation von “Lento Violento Man” ging über die Ladentische! Zuletzt meldet sich Gigi mit der “Suono Libero” (sinngemäß etwa “Ich bin frei/ich spiele frei”), welche zum einen von orchestralen Klängen geprägt ist, zum anderen aber auch das Comeback von “Dottor Dag” feiert und somit weiteren Platz für Experimente bietet.

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